November 26

Warum eine ISO-Zertifizierung Übersetzungsdienstleister wettbewerbsfähiger macht

Der Markt für Übersetzungen ist härter umkämpft denn je: globale Konkurrenz, Preisdruck, KI-Übersetzung – und Kunden, die höchste Qualität und Sicherheit erwarten. Genau hier kommt die ISO-Zertifizierung ins Spiel.

Standards wie ISO 17100 (Übersetzungsdienstleistungen) und ISO 18587 (Post-Editing von maschineller Übersetzung) definieren verbindliche Anforderungen an Prozesse, Qualitätssicherung, Qualifikationen und Informationssicherheit in Übersetzungsunternehmen.

In Kombination mit einem Qualitätsmanagement nach ISO 9001 entsteht ein starkes Signal an den Markt: Dieser Sprachdienstleister arbeitet professionell, sicher und reproduzierbar hochwertig.

Im Folgenden zeigen wir, warum eine ISO-Zertifizierung Übersetzungsdienstleister nachhaltig wettbewerbsfähiger macht – und wie ein Spezialist wie LinquaCert diesen Weg begleitet.

Sie erreichen uns telefonisch unter +41 44 552 66 17 oder schreiben Sie eine E-Mail an Herrn Markus Kukla, Leiter der Zertifizierungsstelle. Wir freuen uns auf Ihre geschätzte Kontaktaufnahme!

ISO 17100 & ISO 18587: Was steckt dahinter?

ISO 17100 – der Branchenstandard für Übersetzungsdienstleistungen

ISO 17100 ist der internationale Qualitätsstandard speziell für Übersetzungsdienstleister. Er legt Anforderungen u. a. an folgende Bereiche fest:ISO+2Linquacert+2

  • Qualifikation von Übersetzer:innen, Revisor:innen und Projektmanager:innen

  • definierte Prozessschritte vom Angebot bis zur Lieferung

  • Revision nach dem Vier-Augen-Prinzip

  • transparente Kommunikation mit Kund:innen

  • Dokumentation und Qualitätskontrolle

Damit zeigt ein zertifizierter Sprachdienstleister: Unsere Prozesse sind strukturiert, kontrolliert und auf Qualität ausgerichtet – nicht dem Zufall überlassen.

ISO 18587 – Qualitätsstandard für Post-Editing von Machine Translation

Mit dem zunehmenden Einsatz von MT (maschineller Übersetzung) wurde ISO 18587 entwickelt. Der Standard beschreibt Anforderungen an:

  • den Prozess des vollständigen Human-Post-Editings

  • die Qualifikation von Post-Editor:innen

  • Konsistenz, Nachvollziehbarkeit und Qualität der nachbearbeiteten Texte

Ziel: Das post-editierte Ergebnis soll von einer rein menschlichen Übersetzung nicht zu unterscheiden sein.

ISO-17021-und-ihre-Verbindung-zu-anderen-ISO-Normen

Mehr Vertrauen: ISO-Zertifizierung als Verkaufsargument

Für viele Auftraggeber – insbesondere in regulierten Branchen wie Medizin, Technik, Recht oder Finanzdienstleistungen – ist eine ISO-Zertifizierung heute ein entscheidendes Auswahlkriterium.

Mit einem ISO-Zertifikat signalisieren Sie:

  • Verlässlichkeit: Ihre Leistungen entsprechen einem international anerkannten Standard.

  • Transparenz: Prozesse, Verantwortlichkeiten und Qualitätssicherung sind klar geregelt.

  • Risiko-Reduktion: Fehler, Terminverzug und Sicherheitsvorfälle werden durch strukturierte Abläufe minimiert.

Gerade bei Ausschreibungen und Rahmenverträgen verschafft eine ISO-Zertifizierung Übersetzungsdienstleistern oft erst Zugang zu lukrativen Projekten – viele große Unternehmen akzeptieren nur zertifizierte Anbieter.


Wettbewerbsvorteil in Ausschreibungen und Pitches

In einer Angebotsrunde stehen häufig mehrere Agenturen mit ähnlichen Preisen und Referenzen nebeneinander. Eine gültige ISO-Zertifizierung kann hier das entscheidende Differenzierungsmerkmal sein.

Vorteile im Sales-Prozess:

  • Klare Abgrenzung von „Billig-Anbietern“ ohne standardisierte Qualitätssicherung

  • Stärkeres Vertrauen bei neuen Kund:innen, die keine langjährige Erfahrung mit Ihnen haben

  • Belegbare Qualität statt bloßer Selbstaussagen („wir arbeiten qualitativ hochwertig“)

Viele zertifizierte Agenturen berichten nach Einführung von ISO 17100 von einer höheren Erfolgsquote bei Angeboten und langfristig stabileren Kundenbeziehungen.


Interne Effizienz: Bessere Prozesse, weniger Fehler

ISO-Zertifizierung ist nicht nur Marketing – sie verbessert auch die interne Organisation Ihres Unternehmens. ISO 17100 fordert u. a.:

  • definierte Rollen (Übersetzer:in, Revisor:in, Projektmanager:in)

  • dokumentierte Projektabläufe

  • standardisierte Checklisten und Qualitätskontrollen

  • strukturierte Auswahl und Bewertung externer Ressourcen

Das führt zu:

  • Weniger Nacharbeiten und Korrekturschleifen

  • Klarer Kommunikation im Projektteam

  • Besser planbaren Durchlaufzeiten und realistischen Angeboten

  • Weniger Abhängigkeit von Einzelpersonen, da Wissen im System verankert ist

Effizientere Prozesse bedeuten nicht nur mehr Qualität, sondern langfristig auch bessere Margen – ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in einem preisgetriebenen Markt.

Professioneller Umgang mit KI & Machine Translation

Kund:innen erwarten zunehmend, dass Sprachdienstleister verantwortungsvoll mit Machine Translation (MT) und KI-Tools umgehen. ISO 18587 schafft dafür einen klaren Rahmen:

  • MT ist kein „Black Box“-Prozess, sondern in den Workflow integriert.

  • Post-Editor:innen verfügen über nachweisbare Kompetenzen.

  • Qualitätssicherung und Korrekturschritte sind definiert.

Für Kund:innen bedeutet das: Sie können Kosten- und Geschwindigkeitsvorteile von MT nutzen, ohne auf geprüfte Qualität zu verzichten. Für den Übersetzungsdienstleister entsteht ein starkes Argument:

„Wir setzen KI effizient ein – aber nach klaren, zertifizierten Qualitätsstandards.“

Gerade im Wettbewerb mit rein maschinellen „Billigangeboten“ ist das ein wichtiger USP.


Informationssicherheit und Datenschutz als Pluspunkt

Im Rahmen der Zertifizierung werden auch Themen wie Datenschutz, Vertraulichkeit und Informationssicherheit beleuchtet – insbesondere in Verbindung mit ISO 17100 und optional ISO 9001.

Das ist für Branchen mit sensiblen Daten entscheidend (z. B. Life Sciences, Legal, Finance). Sie können klar kommunizieren:

  • Vertrauliche Dokumente werden nach definierten Regeln verarbeitet

  • Zugriffe sind geregelt, Datenwege dokumentiert

  • Risiken durch unsichere Tools oder Workflows werden minimiert

In Zeiten von Cyberangriffen und strenger Datenschutzgesetzgebung ist das ein weiteres Argument, warum Kund:innen sich für einen zertifizierten und gegen einen nicht zertifizierten Anbieter entscheiden.


Marketing-Booster: Sichtbarkeit und Markenpositionierung

Eine ISO-Zertifizierung ist ein starker Hebel für Ihr Marketing – besonders, wenn Sie sie aktiv nutzen. Viele erfolgreiche Agenturen kommunizieren ihre Zertifikate prominent auf Website, in Angeboten, Präsentationen und Social Media.

Mögliche Maßnahmen:

  • Landingpages und Blogartikel zur Bedeutung von ISO 17100 / ISO 18587

  • Case Studies, wie die Zertifizierung Vertrauen und Umsatz erhöht hat

  • Integration des ISO-Siegels in:

    • Website-Header und Footer

    • Angebotsunterlagen und Pitch-Decks

    • E-Mail-Signaturen und PR-Kommunikation

So wird Ihre Zertifizierung von einem „Papier im Ordner“ zu einem aktiven Vertriebs- und Marketinginstrument.


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